Begründungen des Dichtens. Versuch einer kontrastiven Analyse von Ingeborg Bachmanns „Malina“ und Robert Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“
Schlagwörter:
Autor, Sprache, Kunstwerk, Wahrheit, GeistAbstract
Die Aufstellung einer Parallelität der Romane „Malina“ und „Der Mann ohne Eigenschaften“ beruht auf den Auffassungen beider Autoren von der Notwendigkeit der Wiederherstellung vom Vertrauensverhältnis zwischen dem Selbst und der Sprache, die mit einer moralischen Reflexion zusammenhängt. Dem Kunstwerk sprechen beide Autoren die Aufgabe zu, durch das Schaffen einer poetischen Wirklichkeit die Wahrheit über das erschütterte Verhältnis zwischen der wahrhaftigen und der sprachlich konstruierten Gestalt des Individuums zu enthüllen und Modelle zur geistigen Bewältigung der Sinnverluste zu erfinden. Unterwegs zu den Ursprüngen des Geistes und der Sprache werden ihre Transformations- und Erneuerungspotenzen geprüft.
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